Edelmetall-Wochenbericht KW 18/2026
Marktübersicht
Gold: 3.877 EUR / 4.533 USD (−4,6 %) | Silber: 61,49 EUR / 71,87 USD (−7,9 %)
Platin: 1.625 EUR / 1.900 USD (−8,5 %) | Palladium: 1.251 EUR / 1.463 USD (−6,4 %)
Gold/Silber-Ratio: 63 (gestiegen von 61 — Silber hat überproportional verloren)
USD/EUR: 0,8553 (1 EUR = 1,1692 USD)
Stand: 29.04.2026, ca. 17:00 Uhr · Live-Daten Trading Economics
Was diese Woche passiert ist
Powell’s letztes Kapitel — und der Markt nimmt es ruhig
Heute Abend tritt Jay Powell zum letzten Mal vor die Kameras. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed den Leitzins bei 3,50–3,75 % hält, liegt nach CME-FedWatch bei 99,5 %. Mit anderen Worten: das ist gepreist, und der Markt hat sich darauf eingerichtet. Der spannende Teil kommt erst danach — wenn der Nachfolger oder die Nachfolgerin die Bühne übernimmt und die Zinspfad-Erwartungen für das zweite Halbjahr neu formuliert werden müssen.
Was den Markt wirklich beschäftigt: Die Kerninflation (PCE) liegt unverändert bei 3,0 %, der CPI auf Jahresbasis bei 3,3 % — das höchste Niveau seit zwei Jahren. Vom Fed-Ziel (2 %) sind wir damit weiter entfernt als zu Jahresbeginn. Das ist der Grund, warum Gold trotz Iran-Spannungen und schwächelndem Dollar nicht ausbrechen kann. Der Markt rechnet damit, dass der nächste Zinsschritt nicht der von vielen erhoffte Cut wird, sondern erst einmal die Inflations-Daten der nächsten zwei bis drei Monate.
COMEX Silber: Morgen ist First Notice Day für den Mai-Kontrakt
Das ist die Geschichte der Woche, ohne Übertreibung. Stand 27.04. waren noch 135 Mio. Unzen durch offene Mai-Kontrakte gebunden, dem standen aber nur 77–80 Mio. Unzen registered in den COMEX-Lagern gegenüber. Die Coverage Ratio liegt damit bei rund 13–14 % — und das ist der sechste Monat in Folge unterhalb der historischen Stress-Schwelle von 15 %.
Zur Erinnerung: Zum März-First-Notice-Day waren es noch über 60 % des registered-Bestands, die auf einen Schlag eingefordert wurden. Der Markt hat das damals durch Rolls und Margin-Anpassungen überstanden — ein formeller Default wurde nicht ausgerufen. Aber die strukturelle Knappheit ist nicht weg, sie ist tiefer geworden: registered ging über die letzten Monate weiter zurück, und die taktischen Kräfte (China-Exportkontrollen seit 01.01.2026, Direktverträge zwischen Industrie und Minen) wirken ungebremst weiter.
Was du morgen beobachten musst: Wie viele Kontrakte werden tatsächlich zur Lieferung gestellt — und wie hoch fällt das Verhältnis zum registered-Bestand aus. Liegt die Lieferquote wieder über 50 %, ist der nächste Squeeze-Test (Juli) nur eine Frage von Wochen.
→ Vertiefung zu dieser Mechanik: COMEX First Notice Day in 5 Minuten verstanden
Silber und Platin führen den Pull-back an
Das Bild der Woche ist klar: Silber −7,9 %, Platin −8,5 %, Palladium −6,4 % — und Gold „nur“ −4,6 %. Das Gold/Silber-Ratio ist von 61 auf 63 gestiegen, also Silber hat relativ zu Gold deutlich verloren. Das ist nicht der gleichmäßige Sektor-Pullback der Vorwoche, das ist eine Spreizung mit klarer Hierarchie:
- Silber leidet doppelt: Erstens vom regulären Risk-Off-Modus, der die kleineren, weniger liquiden Märkte stärker trifft. Zweitens vom Druck vor dem morgigen COMEX-Mai-First-Notice-Day (siehe nächster Abschnitt) — wer kein Liefer-Risiko tragen will, schließt vorher Long-Positionen.
- Platin hatte in den Vorwochen die Wasserstoff- und WPIC-Defizit-Story am stärksten gepreist. Korrekturen sind hier traditionell schärfer. Das Verhältnis Gold/Platin liegt jetzt bei rund 2,4 — historisch immer noch hoch, aber die Spreizung verkleinert sich.
- Palladium mit der mildesten Korrektur in der Woche, weil hier strukturell der EV-Druck schon länger eingepreist ist. Die Bewegung ist eher Konsolidierung auf bereits niedrigem Niveau als ein neuer Trend nach unten.
Wichtig zur Einordnung: WPIC erwartet für 2026 erstmals seit Jahren ein kleines Platin-Überangebot von rund 20.000 Unzen (gegen 2025 noch −692.000 oz Defizit) — getrieben primär durch wachsendes Recycling, nicht durch mehr Mine-Output. Ab 2027 wird wieder ein Defizit von >600.000 oz/Jahr erwartet, jedes Jahr bis mindestens 2028. Die langfristige Story bleibt also intakt, aber die kurzfristige Statistik gibt den Bären Munition.
Trump, Iran und der zähe Tariff-Reigen
Trump hat in den letzten Wochen mehrere Tarif-Maßnahmen unterzeichnet:
- 50 % Zölle auf Importe aus Ländern, die „militärische Waffen an Iran liefern“
- 50 % Zoll auf Produkte, die vollständig aus Aluminium, Stahl oder Kupfer bestehen
- weitere Drohung: Schließung des Strait of Hormuz als Eskalations-Hebel
Das hätte vor zwei Jahren einen Gold-Sprung über 5.000 USD ausgelöst. Diesmal: ein Minus von 2 %. Der Grund ist derselbe wie in KW 17: Hohe Ölpreise (Brent zeitweise über 95 USD) treiben die Inflations-Erwartung, was wiederum die Zinspfad-Erwartung nach oben verschiebt — und das deckelt Gold. Hinzu kommt eine paradoxe Bewegung: Bei akuten Eskalationen flüchten kurzfristige Investoren nicht mehr in Gold, sondern direkt in den US-Dollar. Die Dollar-Stärke wirkt zusätzlich als Bremse.
Das ist nicht bearish für Gold — das ist nur ein reiferer Markt, der die Mechanik klarer einpreist.
Zentralbankkäufe: das stille Fundament
Die WGC-Daten (Februar 2026, diese Woche aktualisiert) bestätigen das alte Muster:
- People’s Bank of China: +25 Tonnen im Februar, 16. Monat in Folge, Bestand jetzt zwischen 2.257 und 2.308 t (je nach Methodik)
- Reserve Bank of India: +18 Tonnen, Bestand 822 t
- Russland: Netto-Verkäufer (Kriegsfinanzierung, fiskalischer Druck durch Sanktionen)
- Türkei: ebenfalls Netto-Verkäufer
- WGC-Forecast 2026: rund 850 Tonnen Netto-Käufe — leicht unter dem 2025er Niveau (1.200 t), aber immer noch ein Vielfaches des langfristigen Durchschnitts (~280 t pro Jahr vor 2022)
Das ist die strukturelle Nachfrage, die den Boden hochzieht. China kauft seit über einem Jahr ohne Pause — und wenn man bedenkt, dass die offiziellen Zahlen bei chinesischen Reserven traditionell als Untergrenze gelesen werden, ist die wahre Akkumulation vermutlich höher.
Inflation 2,9 % im April — und der Hintergrund, den der Markt nicht ausspricht
Während die Märkte heute auf das FOMC schauen, ist hier in Deutschland eine Zahl gekommen, die mich diese Woche nachdenklich gemacht hat: Die Verbraucherpreise sind im April voraussichtlich um 2,9 % gestiegen. Das klingt nach einem Zehntel mehr als im März — der Treiber liegt aber in einer Sub-Position, die für Privathaushalte besonders weh tut: Energie +10,1 % gegenüber Vorjahr. Das ist der stärkste Energiepreisanstieg seit Februar 2023.
Wenn man sich erinnert: Im März lag der Energie-Anstieg noch bei rund 7,2 %. Innerhalb eines Monats hat sich die Dynamik also verschärft. Sprit, Heizöl, Gas — die haushaltsnahen Kategorien führen die Inflation an. Die Kerninflation ohne Nahrung und Energie liegt bei 2,3 % — also strukturell weiter über dem 2 %-Ziel der EZB.
Das ist relevant für den Edelmetall-Bericht, weil sich genau hier der Kreis schließt:
- Der Iran-Hormuz-Komplex treibt seit Wochen den Ölpreis (Brent zeitweise über 95 USD) — und die Energie-Inflation ist die direkte Folge.
- Die Fed hält die Zinsen unter anderem deshalb höher, weil der Inflations-Pfad gerade nicht in Richtung 2 % geht — was wiederum Gold deckelt.
- Und der klassische Sparer in Deutschland verliert weiter real Kaufkraft, weil Lebensversicherung, Tagesgeld und vergleichbare Produkte mit der Inflation strukturell nicht mithalten können.
Mit anderen Worten: Auch wenn Edelmetalle diese Woche korrigieren, ist der Hintergrund — anhaltende Inflation, geopolitische Energiepreis-Schübe, strukturell schwache klassische Sparalternativen — nicht weniger geworden. Wer 2026 nichts an seinem Sparverhalten ändert, wird real wieder Kaufkraft verlieren. Das ist keine Spekulation, das ist Mathematik.
Silber-Industrie: PV bröckelt, aber das Defizit bleibt
Das Silver Institute hat die 2026er Zahlen geschärft: −7 % Photovoltaik-Nachfrage auf rund 194 Mio. Unzen, die Solar-Hersteller substituieren weiter Silber durch Kupfer-Pasten. Trotzdem bleibt der Markt im sechsten Defizit-Jahr in Folge — die Schätzung liegt bei 65–70 Mio. Unzen Lücke zwischen Mine-Output und Gesamtnachfrage. Industrielle Nachfrage gesamt: rund 650 Mio. Unzen, getrieben von Elektronik, 5G, EV und AI-Rechenzentren.
Heißt: Selbst wenn die PV-Schlagzeilen dieses Jahr bärisch bleiben, ist die physische Versorgung weiter eng. Genau diese Dynamik treibt auch die Shanghai-Premium zu COMEX, die laut SGE-Daten Ende April mit AM +12,7 % / PM +11,7 % weiter elevated ist.
Veränderungen seit letzter Woche (KW 17)
| Kennzahl | KW 17 (22.04.) | KW 18 (29.04.) | Trend |
|---|---|---|---|
| Gold (USD) | 4.752 | 4.533 | ↓ −4,6 % |
| Gold (EUR) | 4.044 | 3.877 | ↓ −4,1 % |
| Silber (USD) | 78,00 | 71,87 | ↓↓ −7,9 % |
| Silber (EUR) | 66,38 | 61,49 | ↓↓ −7,4 % |
| Platin (USD) | 2.076 | 1.900 | ↓↓ −8,5 % |
| Platin (EUR) | 1.767 | 1.625 | ↓↓ −8,0 % |
| Palladium (USD) | 1.563 | 1.463 | ↓ −6,4 % |
| Palladium (EUR) | 1.330 | 1.251 | ↓ −5,9 % |
| Gold/Silber-Ratio | 61 | 63 | ↑ Silber relativ schwächer |
| USD/EUR | 0,8511 | 0,8553 | ↑ +0,5 % (USD stärker) |
| COMEX Silber Coverage | ~13 % | ~13–14 % | → strukturell knapp (6. Monat <15 %) |
| Shanghai-Silberprämie | ~13 % | ~12 % AM / ~12 % PM | → stabil hoch |
| Zentralbankkäufe Feb | — | +25 t China, +18 t Indien | bullisch strukturell |
Einordnung & Ausblick
Der Pull-back ist deutlich und gespreizt. Gold mit −4,6 % bekommt den moderaten Teil ab, Silber und Platin mit jeweils rund −8 % spüren den Risk-Off-Modus deutlich härter. Das Gold/Silber-Ratio steigt von 61 auf 63 — relativ gesehen das größte Signal der Woche, weil es zeigt: Wenn Stress aus dem Markt geht, geht er zuerst aus den kleineren, weniger liquiden Edelmetallen. Wer langfristig auf den strukturellen Silber-Defizit oder auf den Platin-Defizit-Pfad ab 2027 setzt, hat heute spürbar günstigere Einstiegskurse als vor zwei Wochen.
Morgen ist der Tag, der diese Woche prägen wird. Der COMEX-Silber-First-Notice-Day am 30.04. ist der nächste Realitäts-Test für die physische Versorgung im Westen. Eine hohe Lieferquote bei der niedrigsten Coverage Ratio seit Beginn der Aufzeichnungen wäre das deutlichste Signal seit Februar. Eine moderate Quote durch Margin-getriebene Rolls würde zeigen: Der Markt hat gelernt zu managen, aber nicht zu lösen.
Die Powell-Übergabe ist symbolisch wichtiger als wirtschaftlich. Wer sich für eine andere Geldpolitik im zweiten Halbjahr 2026 positioniert, sollte verstehen: Die Kerninflation ist hartnäckig, und der nächste Vorsitzende oder die nächste Vorsitzende erbt einen Spagat, kein leeres Mandat. Das stützt Gold langfristig, ohne dass es eine kurzfristige Rally bedeutet.
Die Iran-Volatilität wird uns durch den Mai begleiten. Solange Trump die Tarif- und Drohungs-Kaskade fortsetzt, bleibt die geopolitische Prämie auf den Edelmetallen erhalten — sie äußert sich nur weniger ausgeprägt als historisch gewohnt. Plane mit Schwankungen, nicht mit linearen Trends.
Was ich beobachte für KW 19: Erstens das tatsächliche Liefer-Volumen am COMEX-Silber-First-Notice. Zweitens die Pressekonferenz nach dem Fed-Meeting heute Abend (relevante Stichworte: „patient“, „data-dependent“, Hinweise auf den Übergang). Drittens den Q1-Gold-Demand-Trends-Report des World Gold Council, der Anfang Mai erwartet wird — er wird zeigen, wie stark die Privatnachfrage und der ETF-Zufluss im ersten Quartal wirklich waren.
Was bedeutet das für dich?
Stell dir folgende Situation vor: Du hast gestern im Supermarkt ein Produkt gekauft, das du regelmäßig brauchst. Heute siehst du, dass dasselbe Produkt im Sonderangebot 30 % günstiger ist. Was machst du? Du ärgerst dich nicht und schwörst dem Produkt für immer ab — du nutzt den Moment und legst dir einen Vorrat an.
Genau dieselbe Logik gilt diese Woche für Edelmetalle. Die Korrektur über alle vier Metalle ist real, aber die Fundamentaldaten — Zentralbankkäufe, struktureller Silber-Defizit, Platin-Defizit ab 2027, anhaltende Inflation, geopolitische Energiepreis-Schübe — sind eher stärker geworden als schwächer. Daraus folgen für mich zwei sehr konkrete Hebel, die du dir jetzt anschauen solltest:
Hebel 1 — Regelmäßiger Sparplan in Edelmetallen
Wenn du in gleichbleibenden Beträgen monatlich kaufst, profitierst du genau in Wochen wie dieser: Bei niedrigeren Kursen bekommst du mehr Anteile fürs gleiche Geld. Das ist die klassische Cost-Average-Logik — und sie ist bei volatilen Anlagen wie Edelmetallen besonders wirksam, weil die Kursschwankungen nach oben und unten größer sind als bei einer Lebensversicherung mit Garantieverzinsung.
Ein Sparplan nimmt dir außerdem die Frage ab, wann du kaufst. Du kaufst einfach. Bei 4.605 USD genauso wie bei 5.589 USD — und über mehrere Jahre gemittelt landest du bei einem deutlich besseren Einstandspreis als jemand, der versucht, das Tief zu treffen.
Hebel 2 — Mehrstufiger Liquiditätsplan, der zur Inflation passt
Wer noch viel Geld in konservativen Produkten parkt — Tagesgeld, Festgeld mit niedriger Verzinsung, alte Lebensversicherungen — sollte spätestens jetzt einen Liquiditätsplan in Stufen aufbauen:
- Stufe 1 — Notgroschen: Tagesverfügbar, 3–6 Monatsausgaben. Diese Stufe darf real Kaufkraft verlieren, weil sie ihren Zweck (Verfügbarkeit) erfüllt.
- Stufe 2 — Mittelfristig: Geld für Anschaffungen in 1–3 Jahren. Hier prüfst du, ob die aktuelle Verzinsung mit 2,9 % Inflation überhaupt mithalten kann — meistens nicht.
- Stufe 3 — Langfristig: Vermögensaufbau über 5+ Jahre. Hier gehören Edelmetalle hin — als Inflationsschutz und als Diversifikation gegen die Risiken klassischer Sparprodukte.
Wenn deine Stufe 2 oder 3 zu groß geworden ist und in Produkten steckt, die mit der Inflation nicht mithalten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Teil neu zu bewerten — nicht im nächsten Bullmarket-Hoch, wenn alle drüber reden.
Wer schon investiert ist
Nichts zu tun. Die Korrektur ist Teil des Bildes, kein Trend-Bruch. Wer Platin oder Palladium hält, sieht stärkere Schwankungen — das ist normal für die kleineren, weniger liquiden Märkte. Bei Gold und Silber bewegen wir uns im Rahmen historischer Wochen-Volatilität.
Lagerung & Steuer
Wer noch im deutschen Zollfreilager hält, sollte die Frist 30.12.2029 für Bestandsware im Auge behalten. Die Übergangsperiode läuft, aber die langfristige Lager-Entscheidung sollte jetzt fallen, nicht im letzten Quartal.
Wichtig: Dieser Wochenbericht ist eine persönliche Markteinschätzung von Alfred Lohmann und stellt keine Anlageberatung dar. Für eine individuelle Beratung: Kostenloses Erstgespräch vereinbaren
Quellen: Live-Spot-Preise 29.04.2026 (Kitco, Trading Economics, FX Leaders, JM Bullion); World Gold Council (Central Bank Gold Statistics Feb 2026); Silver Institute (World Silver Survey 2026, PV Magazine); CME Group / COMEX (Silver Coverage Ratio); Shanghai Gold Exchange (Silver Benchmark); WPIC Platinum Quarterly; CNBC, Bloomberg, Investing.com (FOMC-Vorschau, Iran-Tarife); Robinhood Prediction Markets (EUR/USD); Statistisches Bundesamt / Destatis (Verbraucherpreisindex April 2026); ifo / DIW (Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026 — Energiepreisschock).
